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Indiens Geographie


Indien ist ein Land mit machtigen Gebirgen, reissenden Flussen und weiten Ebenen. Das riesige Land beherbergt 950 Millionen Leute. Der sudliche Teil grenzt an schmale Kiistenstreifen, die einen Teil der Halbinsel ausmachen.

Das Gebirge zwischen dem Pamir Plateau und dem Fluss Indus in Kashmir ist unter Namen Karakoram Gebirge bekannt. Die Berge zwischen Indus und Brahmaputra bilden das Himalaya, was "Wohnsitz des Schnees" bedeutet. Der Ostliche Teil dieser Berge in Arunachal Pradesh und Sikkim wird Ost-Himalaya genannt.

Das Karakoram Gebirgeim nOrdlichen Teil Kashmirs , zu dem der zweithOchste Berg der Welt, K-2, gehOrt, ist die Nord-West Erweiterung des Himalaya. Der nOrdlichste Teil des Himalaya heiBt Himadri.

Im Suden der Gebirge des Nordens liegen die Ebener. Nordindiens. Diese Region besteht aus Schlamm und ist extrem flach. Sie breitet sich rau uber 2500 km von Ost nach West aus. Die weiten Ebenen bestehen aus zwei Talkesseln, der des Flusses Indus und der des Ganges­Brahmaputra. Der Indus, Ganges und Brahmaputra sind die drei wichtigsten Fliisse in Indien, wobei der Brahmaputra in den Ganges flieBt. Zusammen bilden sie das grOBte Delta der Welt, bevor ihre Wasser in die Bucht von Bengal flieBen.

Der nordlichste Teil dieses Plateaus grenzt im Westen an die Aravalli Gebirgskette und im Suden an die Vindhya. Die westliche Ecke des Deccan-Plateaus wird "Western Ghat" genannt. Diese werden von den Sahyadri, Nilgiri, Annamalai und Cardmom Hugeln gebildet. Die Arabische See tiberblickend verlaufen sie parallel zur Ktiste. Mit einer Erhebung von 2695 m udM ist Anai Mudi in Kerala der hochste Punkt der indischen Halbinsel. Die ostliche Ecke des Plateaus ist als ostliche Ghat bekannt. West- und Ost-Ghat lazfen beim Nilgiris zusammen.

Das Deccan Plateau grenzt im Westen an die KOste. 1m Norden, wo die Ebene von Gujarat hinzukommt~ ist es am breitesten. In Bombay und Marmagoa besitzt es zwei Hafen und Lagunen. 1m Ostlichen KOstenstreifen befinden sich die ITuchtbaren Deltas dr Kaveri, Krishna, Godavari und Mahanadi FIOsse. Der sudliche Teil der OstkUste ist als Coromandel-Kuste bekannt. Der KOstenstreifen im Norden flieBt mit dem Ganges-Brahmaputra-Delta zusammen.



Indiens Geschichte


Indien ist eines der wenigen Under der Welt, in der heute noch die sozialen und religiosen Strukturen, die seit 4000 Jahren bestehen und die die nationale Identititt definieren, noch bestehen. Es gibt wohl kein anderes Land, in dem Religion mit dem alltaglichen Leben so untrennbar vertlochten ist. Indien ist der Geburtsort von zwei Weltreligionen (Hinduismus und Buddhismus) und der unbekannten Religion Jinismus. Indiens erste groBe Zivilisation erblUhte 2500 v.Chr. und bevolkerte 1000 Jahre lang die Gegend im Indus-tal. Der Ursprung des Hinduismus kann zu dieser friihen Besiedlung zurUckgetUhrt werden. Die Ayrans kamen von Zentralasien zwischen. 1500 und 200 v.Chr. nach Suden gewandert. In dieser Zeit der Umsiedlung wurden die heiligen Hindu-Schriften, die Vedas, geschrieben.

Mauryas Reich erstand 321 v.Chr. Das Reich kam unter dem Herrscher Ashoka, der 262 v.Chr. zum Buddhismus konvertierte, zu seinem Hohepunkt. Denkmiiler und Siiulen von Ashoka kOnnen in Delhi, Gujarat, Orissa, Sarnath, (Uttar-Pradesh) und in Sanchi (Madhya Prdesh) gesehen werden. 319 n.Chr. begrUndete Chandragupta II das Gupta-Imperium. Kunst und Kultur erblUhten zu dieser Zeit und die feinsten Dinge wurden in Ajanta, Ellora, Sanchi und Sarnath geschaffen.

Mughal Ara - Muslimische Macht wurde zuerst auf dem Subkontinent mit dem Raubzug von Mahmud von Ghazni sptirbar. Mohammed Ghori, der seinen Machteinfluss bis Punjab ausgedehnt hatte, brach in Indien ein und nahm Ajmer gefangen. Nachdem Mohammed Ghori
1206 getOtet worden war, wurde Qutub-ud-din der erste Sultan von Delhi. Die Invasion der Muslime wurde fortgefiihrt, bis die Mughals an die Macht kaJt'Er herrschte bis zum 17. jhd liber Nordindien. Die sechs groBen Mughals waren Babur, Humayun, Akbar, Jehangir, Shah Jehan und Aurangzeb. Sie regierten zwischen 1527 und 1707. Einige der wundervollen Monumente wie Taj Mahal, Fathpur Sikiri, die Festung in Agra, die rote Festung und Humayuns Grab in Delhi entstanden in der Mughal-Zeit.

Indien als Kolonie - 1612 fielen die Briten erstmals in Indien ein. Sie errichteten HandelsstUtzpunkte ind Gujarat, 1640 in Madras, 1668 in Bombay und 1690 in Calcutta. 1672 kamen die Franzosen nach Pondicherry, somit war ein Krisenherd geschaffen und die Briten und die Franzosen kiimpften um die Handelsvormacht. Die Briten siegten und schafften es, Anfang des 19. Jhd den groBten Teil Indiens unter ihrer Macht zu haben. Zur gleichen Zeit begann die Wiederauferstehung des Hinduismus. Hauptpersonen dieser Zeit waren Reformer wie Ram Mohan Roy, Ramakrishna und Swami Vevekananda. Andere Reformer wie Sri Aurobindo, Annie Beaasant schuldeten diesen populiiren Personen Hindu-Philosophie und Mystik.

1915 kehrte Mohandas Gandhi aus Sudafrika wieder und widmete sich dem Kampf gegen Diskrimination. Als ein neuer FUhrer erkiimpfte er die Unabhangigkeit, indem er die Widerstandsschrift "satyagraha" tibernahm. Als der Zweite Weltkrieg vortiber war, wurde die Unabhangigkeit Indiens von GroBbritannen unvermeidbar. Indien forderte, eine eigenstlindige Nation unter der Ftihrung Mohammed Ali Jinnah zu werden. 1m August 1946 wurde Calcutta Zeuge von blutigen Kampfen zwischen den beiden Nationen. Der neu emannte VizekonigLord Mountbattan versuchte im Februar 1947 den Rivalititten ein Ende zu Machen, indem er sich fUr ein unabhangiges, vereintes Indien aussprach. Er schlug fehl, denn Indien wurde letztendlich in.zwei Teile -Indien und Pakistan - geteilt.

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